Nach dem Winter freue ich mich immer riesig, wenn die ersten heimischen und frisch gewachsenen Gemüsesorten wieder Einzug in die Gemüseregale halten. Der elegante Spargel ist eine davon. Er ist sehr kalorienarm, da er zu 95% aus Wasser besteht und regt die Nierentätigkeit an, was sich für einen Detox im Frühling hervorragend eignet. Aber auch sein Gehalt an Vitamin C, Folsäure (vor allem in rohem Spargel) und den Mineralstoffen Magnesium, Kalium und Eisen sind nicht zu verachten. Und wie jedes Gemüse enthält Spargel auch Ballaststoffe, die sehr wichtig für eine gesunde Darmfunktion sind. Von den gesundheitlichen Vorteilen komme ich jetzt zum Genuss.
Heute gibt es nämlich ein Rezept für eine Spargelsuppe „deluxe“, da sich der gesamte Spargel in der Suppe befindet und nicht nur angedickter Spargelsud. Wer sich jetzt fragt, warum ich den ganzen Spargel für eine Suppe verwendet habe und nicht klassisch die Schalen ausgekocht habe und den Sud verwendet habe, bekommt jetzt die Erklärung. Der Spargel wurde quasi gerettet und über die Plattform Foodsharing verteilt. Er war natürlich nicht mehr ganz frisch und wäre deshalb in der Tonne gelandet. 1,5 Kilo musste ich so in kurzer Zeit verarbeiten und habe mich somit entschieden mit einem Großteil davon eine köstliche Suppe zuzubereiten. So sind immerhin nur die Schalen im Biomüll gelandet und nicht der mit viel Arbeit angebaute und geerntete Spargel.
Viel Spaß beim nachkochen!
Für 4-6 Personen:
Zutataten
700g weißer geschälter Spargel
70g Zwiebel
100g Kartoffel
1-2 EL Olivenöl
750ml Wasser
1,5 TL Gemüsebrühe-Paste
1 Lorbeerblatt
1,5 – TL Salz
1 TL Cashewmus
1 Schuss Weißwein (opt.)
ca. 1-2 EL Zitronensaft
ca. 1/2 TL Pfeffer
Prise Muskat
2-3 große Zweige Petersilie
Zubereitung:
Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Kartoffeln abbürsten. Kartoffel und Spargel in Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Olivenöl in einem Topf leicht erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Danach die Kartoffel- und Spargelstücke hinzugeben und ebenfalls einige Minuten andünsten. Die Petersilie waschen und die Blätter abzupfen und die Stiele beiseite legen. Nun den Suppenansatz mit Wasser ablöschen, die Gemüsebrühe-Paste, das Lorbeerblatt sowie die Stiele der Petersilie hinzugeben. (Es kann auch Gemüsebrühe-Pulver verwendet werden, jedoch muss die Menge ggf. reduziert werden und es sollte darauf geachtet werden, dass keine Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Hefeextrakt und Zucker enthalten sind). Den Suppenansatz für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und alles in einen Standmixer geben. Nun noch das Cashewmus, optional einen Schuss Weißwein und die restlichen Gewürze hinzufügen und die Suppe cremig mixen. Ggf. noch mehr Salz, Zitronensaft oder Wasser hinzugeben. Die Petersilienblätter fein hacken und zur Suppe geben und sofort servieren.
